Enzymrezeptoren phosphorylieren Effektorproteine, z.B. die MAP-Kinase
(Embryogenese, Zelldifferenzierung, Zellwachstum, Mitose, Apoptose).
Mindestens drei Kinasen wirken in Serie (Phosphorylierungskaskade),
aktivierte MAP-Kinase aktiviert Genexpression. Die Aktivierungsdauer
hängt u.a. von den Rezeptoren ab; einige nutzen den JAK-STAT-Mechanismus
(Zugriff auf Transkription)
Ionotrope Rezeptoren verändern die Durchlässigkeit von Membrankanälen. So bewirkt höhere Öffnungswahrscheinlichkeit von Kaliumkanälen Re- und Hyperpolarisierung der Zelle; Ca++-Einstrom hat vielfache Wirkung (Verformung, Bewegung, intrazellulärer Transport, Gedächtnis, Immunantworten)
Metabotrope Rezeptoren sind heptahelikal aufgebaut und wirken über G-Proteine (GPCRs): Gs (stimulierend), Gi (inhibierend), Gq und andere. Ihre Untereinheiten (α, β, γ) sind am nicht aktivierten Rezeptor angelagert. Wird dieser aktiviert, bindet die
α-Untereinheit GTP, die β- und γ-Untereinheit dissoziieren und
aktivieren membranständige Effektoren. Solange die Dissoziation anhält,
ist der Signalweg eingeschaltet (Multiplikation des molekularen
Effekts).
Gsα stimuliert Adenylylcyclase (→ cAMP → Proteinkinase A), Giα
hemmt sie, Gqα aktiviert Phospholipase C → IP3, DAG. Proteinkinase A besteht aus regulatorischen und katalytischen (PKAc) Untereinheiten. PKAc phosphoryliert u.a. Transkriptionsfaktoren wie CREB, dieses bindet an eine DNA-Strecke (cAMP response element), die in zahlreichen Promotern enthalten ist, das regt die Transkription an. Typ III- Rezeptoren werden nach längerer Aktivierung unempfindlich. Einige Rezeptoren nutzen cGMP als second messenger (ANP)
Nukleäre Rezeptoren bestehen aus mehreren Teilen: Einer
bindet den Signalstoff, ein "Zink-Finger" erkennt kurze DNA-Sequenzen,
um ihre Zielgene zu erreichen. Koaktivatoren rekrutieren Enzyme an den
Transkriptionskomplex, Histon-Acetylasen machen das Chromatin ablesbar. Korepressoren
hemmen die Transkription. Nukleäre Rezeptoren können eine
Vielzahl verschiedener Gene beeinflussen; so können sie metabolische Programme steuern
Hormonwirkungen
schwächen sich oft bei längerdauernder Stimulation von Zielgewebe ab
(Desensitivierung). Dabei kommt es zu einer Verlagerung von
Rezeptormolekülen von der Zellmembran in die Zelle, wo sie vom
Transmitter nicht erreicht werden (receptor downregulation).
Die Empfindlichkeit einer Zelle gegenüber extrazellulären Signalmolekülen kann z.B. durch folgende Faktoren variieren: Zahl
verfügbarer Rezeptormoleküle, Interaktion mit Agonisten / Antagonisten, veränderte Signalverstärkung
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