Die
Haut ist Sinnesorgan (Mechano-, Thermo-, Nozizeption), immunologische Barriere, Vitaminproduzent (D-Hormon),
Wärmeaustauscher, Schweißproduzent und schützt
vor Strahlung und Austrocknung. Ihre Durchblutung kann so groß werden
wie das gesamte Ruhe-Herzminutenvolumen (vasodilatierende Wirkung von
Kininen); die Haut kann in ihren Venengeflechten beträchtliche Mengen Blut speichen. Interstitielle Flüssigkeit gelangt über kutane Lymphgefäße in den Kreislauf. Vor Strahlung schützt die Pigmentierung (Melanozyten bilden Eumelanin und transferieren es an Keratinozyten). Eine erwachsene Person kann bei Hitzeeinfluss bis zu 3 Liter Schweiß pro Stunde produzieren (pro Tag bis >10 Liter). Dabei verliert der Körper außer Wasser auch Natrium, Chlorid, Lactat (Schweiß-pH ~4,5) sowie geringe Mengen an Harnstoff, Aminosäuren, Laktoferrin, evt. Pharmaka (z.B. Kokain, Opiate), Magnesium. Schweiß ist hypoton, die osmotisch bedeutsamste Komponente ist Kochsalz. Afferente Nervenfasern bringen Information über Berührung, Vibration, Kälte und Wärme, sowie Schmerz an das Zentralnervensystem heran; autonom-efferente Nerven steuern Gefäße und Drüsen (Schweiß, Talg, Pheromone). Kutane Neurone vermitteln Axonreflexe und interagieren mit - teilweise trophischen - Faktoren wie CGRP, NPY, Substanz P, VIP, Neurokinin A und Somatostatin; diese wirken z.T. als trophische Signalsubstanzen. |
Acetylcholin regt die Schweißsekretion über muskarinerge Rezeptoren an |
Elektrolyte im Schweiß |
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Na+ | ~1,2 g/l (~50 mM)![]() (Serum 142 mM) |
Ca++ |
~15 mg/l (~0,4 mM)![]() (Serum 2,5 mM) |
K+ | ~0,1 g/l (~5 mM)![]() (Serum 4 mM) |
Mg++ | ~1,3 mg/l (~0,05 mM)![]() (Serum 0,9 mM) |
Spurenelemente im Schweiß |
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Fe++ |
~1 mg/l![]() (Serum 0,7-1,8 mg/l) |
Cu++ | ~0,5 mg/l![]() (Serum 0,75-1,3 mg/l) |
Zn++ | ~0,4 mg/l![]() (Serum 0,6-1,4 mg/l) |
Cr+++ | ~0,1 mg/l![]() (Serum 0,02-0,05 mg/l) |
Bei Kälteeinfluss kontrahiert Noradrenalin kutane Arteriolen |
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